Rie Tachikawa wurde am 18. August 1991 in Tokio, Japan, geboren. Sie wuchs in einer eher konservativen Familie auf, die Wert auf Bildung legte. Bereits in der Schulzeit zeigte sie eine ausgeprägte Neugier für kreative Ausdrucksformen, insbesondere für Schauspiel und Tanz. Nach dem Abschluss der Oberschule absolvierte sie eine Ausbildung in einem kaufmännischen Beruf, entschied sich jedoch bald, diesen Weg nicht weiterzuverfolgen. Stattdessen fühlte sie sich zunehmend zur Unterhaltungsbranche hingezogen, was den ersten Wendepunkt in ihrer Biografie markierte.
Im Jahr 2010, im Alter von 19 Jahren, begann Rie Tachikawa ihre Karriere in der japanischen Erwachsenenfilmindustrie. Ihr Debüt erfolgte unter einem bekannten japanischen Label. Ausschlaggebend für diesen Schritt war nach eigenen Aussagen der Wunsch, finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen und gleichzeitig ihre körperliche und emotionale Neugier auszuleben. In den ersten Monaten drehte sie ausschließlich Solo-Szenen, da sie zunächst Vertrauen in die Arbeitsumgebung aufbauen wollte. Ihre natürliche Ausstrahlung und ihre zurückhaltende, aber dennoch präsente Art fielen schnell auf.
Bereits 2011 erhielt Rie Tachikawa ihre ersten Hauptrollen in Produktionen mit höherem Budget. Besonders beachtet wurde ihr Auftritt in einer Serie, die sich durch eine romantische Handlung von Mainstream-Titeln abhob. In Interviews betonte sie mehrfach, dass sie sich stets bemühe, ihren Partnern auf Augenhöhe zu begegnen und eine authentische Chemie zu schaffen. Diese Haltung sprach sich herum und führte zu einer steigenden Nachfrage. Bis 2013 hatte sie bereits in über 50 Filmen mitgewirkt und war in mehreren japanischen Publikationen als „aufstrebender Star“ erwähnt worden.
Parallel zur Karriere absolvierte Rie Tachikawa eine Weiterbildung im Bereich Ernährungsberatung, die sie in ihrer Freizeit verfolgte. Sie berichtete, dass diese Ausbildung ihr half, körperlich fit zu bleiben und die Anforderungen des Berufs besser zu bewältigen. Zwischen 2014 und 2016 legte sie eine kurze, selbstgewählte Pause ein, um sich von einer Verletzung zu erholen und ihre mentale Gesundheit zu stärken. In dieser Zeit reiste sie durch Südostasien und sammelte neue Eindrücke, die sie später als Bereicherung für ihre Arbeit beschrieb.
Nach ihrer Rückkehr im Jahr 2017 konzentrierte sich Rie Tachikawa verstärkt auf kleinere, unabhängige Produktionen, die ihr mehr kreative Freiheit boten. Sie arbeitete mit Regisseuren zusammen, die experimentelle Erzählweisen und emotionale Tiefe priorisierten. Diese Phase war geprägt von einer bewussten Abkehr von reiner Massenware hin zu künstlerisch anspruchsvolleren Projekten. Einige ihrer Arbeiten aus dieser Zeit wurden auf spezialisierten Festivals gezeigt und erhielten positive Kritiken innerhalb der Branche.
Rie Tachikawa lebt zurückgezogen in einem Vorort von Tokio. In Interviews gab sie an, dass sie großen Wert auf Disziplin und Routine legt: Tägliches Yoga, eine pflanzliche Ernährung und regelmäßige Lesestunden gehören zu ihrem Alltag. Sie bezeichnet sich selbst als introvertierten Menschen, der die Bühne dennoch als Ort der Befreiung nutzt. Ihre persönlichen Erfahrungen – einschließlich des Umgangs mit öffentlichen Vorurteilen – haben sie nach eigenen Worten gelehrt, Selbstakzeptanz über äußere Anerkennung zu stellen.
Bis 2023 hat Rie Tachikawa in über 120 Filmen mitgewirkt und eine treue Fangemeinde aufgebaut. Sie tritt gelegentlich auf Erwachsenenevents auf, hält jedoch Abstand zu sozialen Medien. Stattdessen veröffentlicht sie einen monatlichen Newsletter, in dem sie persönliche Gedanken teilt. Aktuell arbeitet sie an einer Serie, die sich autobiografischen Elementen widmet – ein Schritt, der ihre künstlerische Reifung unterstreicht. Ihr Werdegang zeigt eine bemerkenswerte Kontinuität zwischen persönlichem Wachstum und beruflicher Entwicklung.